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Sind unsere Kühlschränke alle Fehlkonstruktionen?

Frage von : Sind unsere Kühlschränke alle Fehlkonstruktionen?
Ein Kühlschrank funktioniert im Prinzip wie eine Wärmepumpe. Die Wärmeenergie wird über ein Kühlmittel und einen Kompressor aus dem Inneren des Gerätes an die Rückwand abgegeben.

Und da fängt die eigentliche Fehlkonstruktion an: Auf der Rückseite des Gerätes staut sich die Abwärme und reduziert den Wirkungsgrad erheblich, weil durch den Wärmestau die Temperaturdifferenz, die die Wärmepumpe überwinden muss, steigt. Und jeder weiss, wie heiß es auf der Rückseite des Kühlschranks werden kann.

Wäre es nicht sinnvoller, das Kühlsystem in die Tür einzubauen? Ggf. müssen die heißen Kühlschlangen durch eine Lochblechplatte vor Berührung geschützt werden. Zugegeben ein Kompressor ist, wenn man ihn in eine Tür einbauen will, klobig. Aber durch den höheren Wirkungsgrad kann er ggf. kompakter gebaut werden.

Eine andere Idee wäre, das Kühlaggregat vom Kühlschrank zu trennen und über Luftschläuche (Gebläse) miteinander zu verbinden. Die Abwärme könnte vielleicht sogar sinnvoll genutzt werden. Ich denke an Kombinationen aus Kühlschrank und Wasserkocher/Boiler.

Meinetwegen, wenn es Sinn macht, patentiert es und baut es. Mir geht es nur darum, dass wir von den Energiefressern im Haushalt wegkommen und langfristig keine Kernenergie mehr brauchen.

Beste Antwort:

Answer by Danman
Das ist eine sehr simple, aber kluge Idee, auch, da die Abwärme dadurch den Raum besser mitheizt.
Schreib doch mal Bosch, o.ä. an.

Von mir kriegst Du ein Extra-Cleverle. ;-)

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Kommentare

  1. Mebbel | 26.01.2012 um 01:06

    Ich finde die Ideen gut, aber der Kundenwunsch ist heutzutage schon sehr eigen.
    Der Kühlschrank muss am besten in den dafür vorgesehenen Küchenschrank reinpassen.
    Der Kühlschrank soll kühl erscheinen und keine Wärme nach vorne abstrahlen.
    Der Kühlschrank muss nicht praktisch sein, sondern soll toll aussehen und so viele Energieverschwendende Features wie möglich haben.
    Der Kühlschrank soll leicht auszuwechseln sein.
    Der Kühlschrank muss überall positionierbar sein.

    Ich selbst finde die Idee mit der Wärmeableitung gut. Ich weiß nicht, wieviel Energie entsteht, aber wenn du schon an einen Boiler denkst, könnte man auch über kleine Dampfturbinen nachdenken, die einen Akkumulator aufladen, welcher wiederum, wenn er voll ist, dem Kühlschrank Energie liefert.

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  2. fiddler | 26.01.2012 um 01:59

    Die Kühlschlange auf der Rückseine ist nicht so unsinnig, wenn der Kühlschrank richtig eingebaut wird. Es muß gewährleistet sein, dass unten Luft einströmen und oben die erwärmte Luft frei und ungehindert abströmen kann. Ein optimaler Spalt zur Wand sollte vorhanden sein, die meisten Hersteller haben dazu Abstandhalter an der Rückseite des Kühlschrankes, die den Abstand zur Wand vorgeben. So entsteht ein Kamineffekt, die erwärmte Luft wird sehr effektiv abgeführt.
    Nachteilig ist, dass der Wärmetauscher mit der Zeit verschmutzt udn niemand seinen Kühlschrank z.B. einmal im Jahr abrückt, um ihn hinten zu entsstauben.
    Den Wärmetauscher in die Tür zu bauen (der Kompressor kann ja im Grundgerät bleiben) hieße, dass es flexible Verbindungen geben müßte. Was das bedeutet, siehst Du bei Auto-Klimaanlagen: so alle 1-2 Jahre muß Kältemittel aufgefüllt werden. Wer hat das je bei einem Kühlschrank gemacht?
    Wenn du das komplette Kühlsystem in die Tür bauen willst (um flexible Verbindungen zu vermeiden) wird das in der Tat richtig klobig, und beim Aufmachen läuft immer das Kondensat auf den Fußboden…

    Die Abwäreme nutzen ist keine schlechte Idee. Allerdings ist das nicht so viel. Heutige Kühlschränke liegen so bei 0,5kWh pro Tag, große Kombinationen vielleicht bei 1,5kWh. Das ist schwierig zu nutzen.

    Viel Sparen kann man, wenn man sich den Verbrauch vor dem Kauf ansieht und das richtige Gerät wählt. Auch sollte man sich fragen, wie groß der Kühlschrank wirklich sein muß, kleinere Geräte verbrauchen weniger.

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  3. Der Tubalkain mit dem Löwengriff | 26.01.2012 um 02:17

    Du hast völlig recht. Kühlschränke sind allesamt Fehlkonstruktionen. Und die allergrößte Härte ist, dass Kühlschränke eigentlich völlig überflüssig sind.

    Ich persönlich habe weder Kühlschrank noch Kühltruhe. Ich habe einmal einige Wochen in Afrika gelebt und habe dort gelernt, wie man ohne Kühlschrank zurecht kommt.
    Mit einer geschickten Vorratsplanung braucht man keinen Kühlschrank. Brot, Marmelade, Obst, Dörrobst, Haferflocken usw. braucht man nicht kühl aufbewahren. Verderbliche Lebensmittel wie Fleisch usw. bereitet man in Kenia sofort zu und verzehrt es sofort. Eventuelle Reste werden nicht aufbewahrt, sondern an die Tiere verfüttert. Wer später nochmal Appetit bekommt muss eben bis zur nächsten Hauptmahlzeit warten. Dadurch werden die Leute in Kenia auch nicht so fett, wie es viele Deutsche sind.
    Meine Großmutter hatte auch keinen Kühlschrank. Nach dem Krieg hatte sie keinen, und später hat sie sich einfach keinen gekauft. Auf dem Balkon hatte sie einen Kasten, wo sie im Winter zu kühlende Sachen reinlegte, im Sommer verwendete sie einen Schrank, der mit feuchten Tüchern behängt wurde. Aber prinzipiell hat sie z.B. Obst zur Lagerung getrocknet, oder zu haltbarer Marmelade verarbeitet. Eintöpfe wurden eingekocht, also heiß in mit heißem Wasser sterilisierte Gläser mit Gummiringverschluss gefüllt. Durch das Abkühlen zog sich das Glas von selbst zu und der eingekochte Eintopf, oder Kompott war so monatelang haltbar.
    Sie wohnte in einem alten Haus, darin war es im Sommer ohnehin stets angenehm kühl, anders als in neuen Häusern. Das Haus hatte auch einen Tiefkeller, wie es früher üblich war, so richtig urig mit Gewölbe. Darin konnte man Sachen auch verhältnismäßig kühl lagern. Die Gewölbemauern des Kellers wurden aus einem porösen, feuchtigkeitsdurchlässigem Gestein gebaut, dadurch entzog verdunstendes Wasser zusätzlich Wärme und der Keller blieb auch im Sommer kühl genung für Lebensmittel.
    Kartoffeln wurden in einer “Erdmiete” aufbewahrt. Sprich man hat sie schlicht und einfach im Garten verbuddelt.
    Die alten Häuser hatten sogar eigens gebaute Kartoffelkeller. Darin konnte man Kartoffeln monatelang kühl und trocken lagern. Es gab eine Schmale Fensteröffnung von außen. Wenn es frische Kartoffeln gab wurde der Kartoffelkeller einfach über eine Rampe von außen befüllt.

    Wer noch Großeltern aus der Nachkriegszeit hat, oder seine Eltern nach Berichten von früher fragen kann wird eine Menge Infos bekommen, wie man gut ohne Kühlschrank leben kann.

    Mein Vorschlag ist folgender: Warum lernen wir nicht von unseren Großeltern und Urgroßeltern. Bauen wir unsere Häuser einfach wieder so, wie man es seit Jahrhunderten getan hat. Massiv aus Stein, der im Sommer kühl bleibt und im Winter Wärme hält. Mit ordentlichen Tiefkellern. Moderne Keramikmaterialien ermöglichen übrigens superkühlende Kühlschränke, die völlig ohne Strom funktionieren.

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  4. Robert S | 26.01.2012 um 03:14

    Gute idee, aber wenn dann sollte man über die Wärme welche der Kühlschrank über die Rippen ausstrahlt gleich Wasser mit wärmen für dem spülen oder duschen, dann wäre es Effektiv.
    Oder gar das dann warme Wasser der Heizung zu fügen, einfach in dessen Kreislauf.

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  5. neunmalklug | 26.01.2012 um 03:49

    es gab mal eine radiowerbung, wo jemand ständig auf dem patentamt war und seine ideen ausbreitete – die klangen alle sooo toll aber: antwort des sachbearbeiters: das gibt´s doch schon.. von BOSCH.
    es gibt zahlreiche studien, die sich nur mit dem wirkungsgrad der kühlschränke befassen und soweit ich weiss, arbeitet man an einem anderen prizip der wärmepumpe mit anderen kühlmitteln und wärmetauschern. das soll angeblich riesen energieeinsparungen bringen. dein ansatz versucht das bestehende system energetisch besser zu nutzen – damit wirst du leider nichts werden..
    aber trotzdem gut, dass du dir diese gedanken gemacht hast.

    Kühlschrank der Zukunft arbeitet geräuschlos
    Kompressoren in Kühlschränken könnten künftig überflüssig werden: Forscher haben ein Material entwickelt, das sich bei Stromfluss abkühlt. Das Polymer könnte auch in Feuerwehr-Kleidung integriert werden und so für angenehme Temperaturen sorgen.

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  6. Ralf E <>< | 26.01.2012 um 03:53

    Jeder vernünftig gebaute Kühlschrank hat vorne unten einen Luft-Eintritt und hinten oben einen Luft-Austritt. Durch den natürlichen Kamin-Effekt (Wärme steigt von den erwärmten Kühlrippen nach oben) ergibt sich eine Luftbewegung (kühle Luft wird von unten Nachgezogen.

    Von einem Wärmestau kann also keine Rede sein, es sein denn der Kühlschrank ist falsch irgendwo eingebaut.

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